Wie wird man Einsatzstelle?

Einrichtungen, die Freiwillige im FSJ beschäftigen wollen, müssen gewisse Voraussetzungen erfüllen, um ein FSJ durchführen zu können und mit einem zugelassenen Träger eine Vereinbarung zum FSJ schließen. Detaillierte Informationen dazu, insbesondere welche Kosten auf die Einsatzstelle zukommen, sind bei den Trägern erhältlich.

Das FSJ ist ein soziales Bildungs- und Orientierungsjahr für junge Menschen. Um Einsatzstelle werden zu können, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden:

  • Es wird ein Arbeitsbereich angeboten, in dem Freiwillige unter Berücksichtigung des Alters, der Eignung und der besonderen Interessen praktisch (pflegerisch, erzieherisch oder hauswirtschaftlich) eingesetzt werden können.
  • Es muss sich bei dem Einsatz um Hilfstätigkeiten handeln, die arbeitsmarktneutral und gemeinwohlorientiert sind. Reguläre Arbeitsplätze dürfen durch ein FSJ nicht ersetzt werden.
  • Die fachliche Einarbeitung und Anleitung der Freiwilligen durch eine gleich bleibende Ansprechperson während des ganzen FSJ muss gewährleistet werden.
  • Es gelten die Arbeitsschutz- bzw. Jugendschutzbestimmungen.
  • Die Freiwilligen werden für 25 Bildungstage (Seminartage) freigestellt.
  • Die vertraglich vereinbarten Urlaubstagen sind zu gewähren. Die Einsatzstelle muss sich an den Kosten der Freiwilligen beteiligen.
  • Eine gute Zusammenarbeit mit dem FSJ-Träger stellt eine der Grundvoraussetzungen dar.

Obwohl Freiwillige eine Fachkraft nicht ersetzen dürfen, bietet die Beschäftigung von jungen Menschen im FSJ großen Nutzen. Die motivierten jungen Mitarbeiter, die sich freiwillig engagieren, unterstützen die Arbeit der Einsatzstelle. Nach einer gründlichen Einarbeitung können Freiwillige klar begrenzte Aufgaben selbständig übernehmen und entlasten durch ihre Mithilfe hauptamtliches Personal. Patienten, Bewohner und Betreute haben zusätzliche Ansprechpartner für ihre Bedürfnisse.

Die jungen Menschen bringen durch ihre Unvoreingenommenheit und ihre Ideen frischen Wind in die Teams und tragen zu positiven Veränderungen bei. Die sozialen Einrichtungen können jungen Nachwuchskräften das Selbstverständnis sozialer Arbeit vermitteln und ihnen so das Berufsfeld näher bringen.

Die Durchführung des FSJ geht Hand in Hand mit dem Träger. Einsatzstellen in Bayern können sich nur einem in Bayern zugelassenen Träger anschließen. Interessierte Einsatzstellen sollten sich an den/die zugelassenen Träger des FSJ ihres Vertrauens wenden.

Liste der FSJ-Träger

Hier finden Sie eine Liste mit sämtlichen FSJ-Trägern in Bayern:
Liste FSJ-Täger in Bayern (PDF, 24 KB)

Bundesgesetz

Die gesetzlichen Grundlagen zum FSJ werden durch das Gesetz zur Förderung von Jugendfreiwilligendiensten vorgegeben.
http://bundesrecht.juris.de/jfdg/

Freiwilliges Soziales Jahr in den Bundesländern

Informationen zum FSJ finden Sie auch auf den Seiten der anderen Bundesländer: